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Feuer

Feuer



Ich liege auf dem Rücken, fühle den rauen Sand auf meiner Haut. Er ist noch feucht vom Wasser und schmiegt sich an mich. Die Nacht bricht herein, doch noch ist es nicht dunkel. Ich schaue in den Himmel und sehe die ersten Sterne. Ich warte, während die Wellen sanft meine Füße umspülen. Ich schließe die Augen, genieße das leise Rauschen des Meeres und die salzige Wärme der untergehenden Sonne auf meiner Haut.

Ich spüre jemand, ganz nah. Du bist es, auf dich habe ich gewartet. Dein Geruch ist nah, ich kann deine Wärme spüren. Mein Körper schaudert, schon immer reagiert er so auf dich. Es ist nicht kalt und doch bekomme ich eine Gänsehaut. Meine Lippen kribbeln leise, sie spüren deine, wie sie langsam, sanft zu mir gebeugt mich erreichen. Meine Lippen erwidern den Kuss, pressen sich sanft auf deine. Ein Funke springt durch meinen Mund in meinen, entfacht die Glut, welche im Stillen schwelt, erfasst meine Brust, erreicht mein Herz. Meine Hände greifen dich, langsam, sacht ziehen sie dicht an mich. Meine Fingerspitzen glühen und kribbeln wie Feuer. Je mehr deine Haut die meine berührt desto schneller breitet es sich aus. Deine weiche,warme Haut brennt wie Feuer auf der meinen. Niemals zuvor hatte ich so empfunden, niemals zuvor hatte ich so etwas getan. Doch du beachtest es nicht, das Feuer kennt keine Unsicherheit. Du beugst dich über mich, Küsst meine Lippen, meinen Hals, meinen Körper. Das Feuer lodert auch in dir, ich kann es spüren. Wir lodern, der Schmerz ist allgegenwärtig. Doch aufhören können wir nicht, das Feuer lässt uns nicht. Die Berührung brennt, als wolle unser beider Haut sich wie flüssiger Stahl zu einer verschmelzen. Wir sind nicht mehr du und ich, wir sind wir, für den Moment. Das Feuer lodert hoch, höher und verglüht. Die letzten Funken sprühen und nur Asche rieselt sanft zurück zum Boden. Dann war das Feuer aus und es war vorbei. Wie die süße Ewigkeit, glühten und schwelten die Körper vom längst erloschenem Feuer.

Du beugst du dich über mich, küsst sanft meine Lippen, meine Stirn. Du sagst das du gehen müsstest. Es wird schon hell, auch ich muss gehen. Das Feuer ist aus, der Schmerz ist verflogen. Du gehst. Ich fühle mich ausgebrannt. Deine Wärme schwindet. Sie verfliegt und mit ihr ein Teil von mir.

©Sarah G.

5.10.14 13:05

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